DAP – Deutsche Alternativpresseagentur


Grünlandschwund
November 3, 2008, 11:22
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Osnabrück (AKFW). Deutschlands Grünlandgebiete schwinden dramatisch, nicht zuletzt bedingt durch den Boom der Biogasanlagen und die hohen Getreidepreise – darauf hat der Arbeitskreis „Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen“ (AKFW) hingewiesen.

Der Umbruch setze einen erheblichen Teil des im Boden gespeicherten Kohlenstoffs frei, und den Arten-, Boden- und Gewässerschutz wirke er sehr nachteilig. Auch politisch gesehen sei er kritisch: Im Rahmen der „Cross Compliance“-Vorgaben (Einhaltung von Mindeststandards in den Bereichen Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz) der EU-Agrarreform würden auch Regelungen zum Erhalt von Dauergrünland gelten. Bei einer Abnahme der Dauergrünlandflächen auf Länderebene um 5 % gegenüber dem Jahr 2003 sei ein weiterer Grünlandumbruch verboten bzw. genehmigungspflichtig. Ab einem Rückgang von 8 %, spätestens 10 %, bestehe sogar eine Verpflichtung zur Wiedereinsaat für Landwirte, die zuvor Dauergrünland umgebrochen haben. In Deutschland könnten die verantwortlichen Länder ab einem Verlust von 5 % den weiteren Grünlandumbruch unter Erlaubnisvorbehalt stellen, erklärte der Arbeitskreis. So habe Schleswig-Holstein, wo der Verlust bereits über 5 % betrage, Ende Juni jeden weiteren Grünlandumbruch per Landesverordnung untersagt. Ausnahmen gebe es nur, wenn im „Hauptnaturraum“ eine gleich große Fläche neuen Dauergrünlandes eingesät werde. An die Verordnung gebunden seien alle Landwirte, die Direktzahlungen erhalten. Verstöße gefährdeten die Zahlungsansprüche der Landwirte, aber auch EU-Gelder für die Landeskasse. In Niedersachsen nahm nach Auskunft der Bundesregierung der Grünlandanteil von ca. 764 000 ha (2003) auf 732 000 ha (2007) ab, das entspricht einem Rückgang von über 4 %. Angesichts der rasanten Entwicklung gerade auch in diesem Jahr dürfte die 5-%-Marke auch in Niedersachsen überschritten sein. Das Land müsste also ähnlich wie Schleswig-Holstein aktiv werden, forderte der Arbeitskreis.



Sparpolitik als Ohrfeige
November 3, 2008, 11:17
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Stuttgart (LNV). 3 Mio. € will Presseberichten zufolge Umweltminister Hauk im Jahr 2009 bei Naturschutz und Landschaftspflege sparen. Das teilte der Vorsitzende des Dachverbandes der Natur- und Umweltschutzverbände des Landes Baden-Württemberg (LNV), Reiner Ehret, mit und übte heftige Kritik:

„Hier wird das Stiefkind des Hauses Hauk, der Naturschutz, zusätzlich geschwächt. Alle Beteuerungen des Ministers, das Artensterben zu stoppen, werden mit dieser Entscheidung ad absurdum geführt.“ Der LNV-Chef erinnert an die vollmundigen Versprechungen auch des Ministerpräsidenten bei der Einführung der Nachhaltigkeitsstrategie. Tausende von ehrenamtlich tätigen Naturschützer fühlten sich von der drastischen Haushaltskürzung „geohrfeigt“. Diese Kürzungen seien angesichts der in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Aufgaben auch der Naturschutzverwaltung des Landes geradezu absurd – insbesondere die Umsetzung der europäischen Naturschutzpolitik wie Natura 2000 und der Wasserrahmenrichtlinie würden eher mehr als weniger Mittel erfordern. „Unsere mehr als 400 000 Mitglieder werden diese kurzsichtige und einäugige Kürzung des Naturschutzhaushalts in ihr Urteil über die Glaubwürdigkeit der Politik dieser Regierung einbeziehen“, schloss der LNV-Vorsitzende.



16 Mio für Naturschutz in Nds. = 2 km Autobahn
Oktober 29, 2008, 10:48
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Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz setzt jährlich für den Vertragsnaturschutz, die Pflege und Entwicklung der geschützten Gebiete sowie für seine Naturschutzprogramme ca. 16 Millionen Euro an Geldern des Landes und der Europäischen Union ein (Offizielle Mitteilung des MU, Stand 2008).

Das sind ungefähr die Kosten die 2 km Autobahnbau benötigen! Glückwunsch den Herren Wulf und Sander!